Steckbrief

Geschlecht Mann
Alter 55
Beziehungsstatus Single
Größe 188cm
Gewicht 110kg
Figur stämmig
Sexualität schwul
Safer Sex immer
Augenfarbe grün
Haarfarbe grau
Haarlänge kurz
Bart kein Bart
Typ Europäer
Nationalität Deutsch
Persönlichkeit intellektuell
Religion Protestant
Identität Bär
Outing überall geoutet
Intimbehaarung teilrasiert
Behaarung leicht behaart
Penislänge 16cm
Penisdicke 5cm
Sternzeichen Stier
Brille Ja
Raucher Nein
Tattoos Nein
Piercings keine
Behinderung Nein

Über mich

Ich suche

Ich suche nach

  • Freundschaft
  • One-Night-Stand
  • Neue Erfahrungen

Beschreibung

bin ein umgänglicher, freundlicher Mann, Jahrgang 1964, also nicht mehr ganz so taufrisch, aber noch gut erhalten. Bin 188cm groß, etwa 110kg schwer, also stämmig, mit Bauch und etwas mehr auf den Rippen

Fantasien

Ich hätte gerne mal Sex mit mehreren Männern, bin dabei der Aktive, der alle nacheinander durchfickt.

Auf Gay.de findest du viele geile Kerle aus Wildau und Umgebung. Auch bietet dir Gay.de ein schönes schwules Forum
schwuler-nordstern
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  • 08.09.2017 5:49:02
  • Mann (55)
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schwuler-nordstern
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  • 27.01.2017 6:16:50
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  • 28.12.2016 3:08:48
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  • 12.12.2016 5:39:15
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  • 22.04.2016 7:24:09
  • Mann (55)
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  • Single
Mein Herz schlägt für (einen) Daddy

Alex Hopkins ist fasziniert von den vielen Online-Kontakten. Vor allem aber die jungen User überraschen ihn immer wieder mit interessanten Antworten und lebendigen Unterhaltungen.
Ist die „Daddy-Sohn“-Beziehung ein neuer Trend in der schwulen Kultur – und wenn ja, was steckt dahinter?„Hallo, Mehr… süßer!“ tippe ich ohne nachzudenken. Es ist das dritte Mal an diesem Tag, dass ich diese Standard-Antwort auf eine Nachricht von einem Kerl zwischen 19 und ende Zwanzig gebrauche. Ja ich bin mir bewusst, dass es ein wenig herablassend ist. Aber es ist meine Art meine Irritation zu Kanalisieren, nachdem ich, im Alter von 36, von einem jungen Mann, der jung genug ist, um mein Sohn zu sein, angemacht wurde. Die Wahrheit ist, dass ich mir nicht ganz sicher bin, wie ich auf die zunehmende Zahl von viel jüngeren Jungs, die mit mir online flirten, reagieren soll. Fühle ich mich einfach geschmeichelt? Natürlich. Würde ich mich tatsächlich in der realen Welt mit ihnen treffen – für Sex? Höchst unwahrscheinlich. Es sei denn wir sitzen zusammen und vergleichen unsere Notizen zu Justin Bieber. Es ist einfach zu urteilen und willkürliche Rückschlüsse zu ziehen, was die jungen Männer antreibt Kontakt zu wesentlich älteren Partnern zu suchen. Aber was steckt wirklich dahinter? Was fasziniert die Jungen an den Alten? Was suchen sie und was erwarten sie, von älteren Männern wie mir? James, 55, der in der New York-Filmindustrie arbeitet, ist kein Fremder in Sachen viel jüngere Männer. In der Tat ist seine Facebook-Timeline oft mit Bildern von einer ganzen Schar junger Schönheiten gefüllt. Während er sich selbst nicht als „Daddy“ bezeichnet, gibt er zu, dass die Jüngeren ihn gern mal als einen solchen ansehen. Zur Zeit ist James mit einem 23-Jährigen zusammen, der von sich selbst sagt eigentlich hetero zu sein.„Manchmal ist es ein bisschen wie ein Mentor zu sein, aber wir haben sexuelle Beziehungen.“, sagt er. Aber eigentlich ist das so eine Sache mit dieser Art von Beziehung, wenn man es denn so nennen kann. „Meiner Erfahrung nach, scheinen „hetero“-Männer offener für Ältere zu sein. Die „Daddy-Sohn“-Beziehung hat dabei weniger was mit dem Altersunterschied gemein. Vielmehr sehen sich die Jungs nach Antworten, die sie zu Hause nicht bekommen. Sie sehen die wohlhabenden schwulen Männer und möchten auch in diesem Luxus leben. Die Wahl ist alles. Sie wollen das Geheimnis der Wahl verstehen.“, fügt er an und sagt weiter: „Ich freue mich, dass junge Männer mich als attraktiv ansehen, aber ich bin auch realistisch was es bedeutet und wie die gemeinsamen Aussichtensind. Aber es ist immer wieder schwer, sich nicht von der Aufmerksamkeit eines schönen jungen Mannes geschmeichelt zu fühlen.“James definiert einen „Daddy“ als “älter, weiser, erfahrener. Die stereotypische Daddy-Sohn-Beziehung, beruht meines Erachtens auf dem Begehren der jüngeren Männer auf die finanzielle Situation des Älteren. Ob James das auch so sieht, frage ich: „Wenn sie von meinem Geld angelockt sind, dann sind sie auf dem Holzweg. Außerdem bin ich nicht reich genug, um einen für eine lange Zeit zu halten,“ lacht er. Aber James gibt zu, dass es durchaus sein könnte, dass sich die Jugend nach Sicherheit und in einer zunehmend instabilen Welt seht. Nicht nur nach Geborgenheit und Zuneigung. „Aber es geht eben nicht nur um Geld,“ fügt er hinzu. „Mir wurde von jüngeren Männern gedankt, für ihre Zukunft zu kämpfen, dafür, dass ich ihnen ein freies Leben geben konnte.“Roy, ein Musikproduzent, ist 36, und wie James ist er finanziell abgesichert. Er ist in einer Beziehung mit Adam, der 10 Jahre jünger als er ist. Adam arbeitet für Roy und die Schlussfolgerung, das Adam nur ein „Todboy“ des Musikproduzenten ist, ist nicht ganz falsch. Aber er spricht von der echten Liebe in ihrer Beziehung und der Tatsache, die die meisten beider Freunde erst recht verwirrt hat: Roy, der ältere Mann, ist in der Regel sexuell devot gegenüber Adam. „Das geht die Vorstellung der Leute wirklich mit ihnen durch. Wer sagt, das der Jüngere auch der devote sein muss?“, Roy zwinkert.Roy sagt, dass er oft von viel jüngeren Männern online angesprochen wird und glaubt, dass die Gründe hierfür variieren. „Einige wollen ein „Kept Boy“ sein, andere wollen ein „House Boy“ oder Sex-Sklave sein, aber der Rest ist genuin sexuell von jemandem, der älter als er ist, angezogen. Es ist für jeden Einzelnen verschieden. Man kann die Zeit nicht leugnen, in der heute alles viel schwieriger für die Jugend ist. Einige suchen finanzielle Sicherheit, aber ich glaube auch, dass wenn ein älterer Mann etwas für einen Jüngeren zu bieten hat, dann warum nicht?“Sowohl Roy wie auch Adam betonen mehrmals die „unglaubliche emotionale Unterstützung“ die sie sich einander geben. Dies war eines der wichtigsten Dinge für Adam zu Beginn der Beziehung. „Roy bietet fantastische Beratung, eine Schulter zum Weinen. Ich habe das gesamte Paket: eine Beziehung die auf Liebe aufgebaut ist. Unsere sexuellen Vorlieben komplementieren sich und auch unsere Interessen. Gemeinsam bringen wir die Welt zum leben und wir harmonisieren - in und außerhalb des Bettes. Ich war nie auf der Suche nach finanziellen Gewinn.“, strahlt Adam. Aber glaubt er, dass viele Jungs es sind?„Ich glaube, die jüngere Generation wurde mit dem Glauben aufgezogen, dass sie alles was sie sich wünschen auch bekommen werden. Es ist eine Überschuss-Gesellschaft in der wir leben und ich sehe diese sehr vielen Jungs in den 20ern, die wenig Fortschritte machen wenn es um ihre Zukunft geht, geschweige denn etwas professionell verfolgen. In Roy habe ich eine Person gefunden, die ich liebe und bewundere - ich würde eine Kugel für ihn kassieren. Aber ich denke auch, dass es Jungen da draußen gibt, die die Daddy-Sohn-Beziehung benutzen, um ihrer Karriere auf die Sprünge zu helfen.“, und schaut nachdenklich in die Ferne. A.C., 25 aus Italien, war schon immer auf älteren Männern fixiert. Er war 21, als er eine Affäre mit einem 49-jährigen Mann hatte, der jetzt ein Kind mit einer amerikanischen Frau hat. Wie Adam war er nie vom Geld getrieben, denn er steht vor allem auf ältere Männer aufgrund der Lebenserfahrung die sie bieten.„Im wirklichen Leben sind ältere Männer einfach interessanter als Jüngere. Es hat mit der Zärtlichkeit zu tun, die sie anbieten können. Jüngere Männer sind weniger maskulin und sie scheinen nicht in der Lage zu sein, Zärtlichkeit zu geben. Ich liebe das Wissen eines älteren Mannes - den Vorteil seiner Jahre.“, erzählt er. Seine Worte spiegeln die eines 20-jährigen Mannes wieder, den ich über seinen Reiz auf mein Alter befragte: „Ich mag einen Mann an dem ich mich festhalten kann, nicht so einen zarten Kerl. Selbstbewusstsein, Männlichkeit, Initiative - sind wichtig für mich. Jüngere Kerle sind in der Regel keine Männer – sie sind Jungen.“Als ich mich verabschiedete, sagte A.C.: „Leider glaube ich, dass es der Fall sein kann, dass Geld oft eine Rolle spielt. Jüngere Leute haben Angst, dass sie nicht erfolgreich sein können.“Aber man braucht mehr als finanzielle Anreize um eine Partnerschaft mit einem großen Altersunterschied aufrecht zu halten glaubt A.C. Roy und Adam sind seit einem Jahr zusammen und ab und an ist es schwer, die echte Zuneigung und den Respekt zueinander aufrecht zu halten. „Vertrauen ist das Wichtigste“, sagte Roy. „Adam wusste nichts über meinen Job oder Lebensstil als wir die ersten Dates hatten. Geld ist nicht der einzige Grund der Leute zusammenbringt. Sicher haben wirtschaftlich schwierige Zeiten einen Einfluss auf die Wünsche von vielen Menschen. Generationenübergreifende Beziehungen zeigen, dass „Dandys“ nicht immer reich sind und sie dennoch funktionieren. Und das ist kein Trend.“Das könnte dich interessieren:“Cruise-control”Casual Sex - horny, geil, beschämt...Schwule wollen doch gar keine Beziehung - Sie wollen nur Sex!Ist die Szene vom Aussterben bedroht?

Gefällt mirCalentito, Bei · 38 Zum Arikel
schwuler-nordstern
schwuler-nordstern Ich kann mir nicht vorstellen, über einen längeren Zeitraum eine Beziehung mit einem deutlich jüngeren Mann zu führen. Zwar habe ich von Zeit zu Zeit immer mal wieder Sex mit jüngeren Kerlen, aber mehr auch nicht.
Ein Freund von mir, er ist 55 Jahre alt, ist seit 5 Jahren mit einem Mann Mehr… verpartnert, der 25 Jahre jünger ist als er. Die Beiden geben offen zu, dass sie in der Gesellschaft immer wieder komisch angeschaut werden, im Urlaub werden sie oft für ein Vater-Sohn-Gespann gehalten. Wer die Beiden näher kennen lernt, muss sich schnell von dem Vorurteil verabschieden, dass der Jüngere vom Älteren "ausgehalten" wird: Der Jüngere verdient mit seinem Start-Up-Unternehmen ein Vielfaches mehr als sein Partner......
Gefällt mir · 22.04.2016 7:24:09
schwuler-nordstern
icon-wio schwuler-nordstern hat den Artikel kommentiert
  • 21.04.2016 6:52:18
  • Mann (55)
  • Wildau
  • Single
Der ewige Single: schwul und allein im Alter.

Du bist schwul und Single – aber warum eigentlich? Liegt es an dir selbst oder am Prinzen, der einfach nicht vorbeikommen möchte? Gibt es einen Jugendwahn unter schwulen Männern? Geben Schwule die Suche nach der Liebe vielleicht irgendwann sogar auf? Wiedermal habe ich den gemeinsten Tag des Jahres Mehr… überlebt: den Valentinstag. Du kannst deine überteuerte Schokolade, deine geschmacklose Karte und den anderen kommerziellen Quatsch, der im Zusammenhang mit diesem hetero Liebestag steht, behalten. Ich genieße den Tag für mich - mit einem großen Glas Portwein, meinen Filzpantoffeln und dem Fernseher. Gemütlich und gechillt - mein Valentinstag.
Egal wie viel wir schwulen Singles uns bemühen dieses Datum zu ignorieren, es ist nahezu unmöglich dem endlosen Hype zu entkommen. Es scheint fast spöttisch: Als Mann ohne Partner. Und wenn man dann immer wieder über sein Singledasein nachdenkt - ich muss zugeben im letzten Jahr habe ich das des Öfteren - überwiegen die negativen Gedanken über das Alleinsein. Man ist überzeugt davon, dass sich gewisse Dinge nie ändern werden, das „der Eine“ nicht kommen wird, obwohl es alle um einen herum sagen. Auch wenn wir es verdient haben, wie unsere beste Freundin es uns immer wieder vorhält. Wenn die Werbung auf die Liebenden abzielt stellt man sich vielmehr die Frage, ob es nicht eigentlich schon zu spät ist und findet sich damit ab, dass man bis zum Ende seines Daseins allein bleibt.
Das Leben eines schwulen Singles ist einsam. Oder nicht?Die eigene EinstellungGibt es einen Zeitpunkt an dem man sagen kann: Jetzt ist es zu spät? Die Einstellung ist alles. Wenn man alles nur negativ sieht, dann wird es auch schwer einen - um nicht von „dem Einen“ zusprechen - Partner zu finden. Ein Freund von mir ist dieser Meinung. Er selbst hat seinen Ehemann erst mit 38 kennen gelernt und auch in seinem Freundeskreis sind feste Beziehungen erst Mitte 40 wirklich aktuell aufgetreten. Nach einem intensiven Gespräch wurde mir aber auch klar, dass es in Zeiten von schwulen Chats und DatingApps immer schwerer wird, je älter man wird.
Paul Brown, heute 62, hat mehrere Beziehungen gehabt, aber ist nun schon seit einigen Jahren Single. Er glaubt, dass Altersdiskriminierung ein großes Problem unter schwulen Männern ist. „Als ein Alleinstehender muss man über den Dingen stehen und sich damit abfinden, dass jemand für dich da draußen ist,“ sagt er. „Ich weigere mich immer noch zu glauben, dass diese Seite meines Lebens vorbei ist. Meine Beziehungen habe ich dann gefunden, wenn ich es nicht erwartet habe oder aktiv auf der Suche war. Als ich mir keinen Kopf gemacht habe. Und es kann immer wieder passieren, zumindest hoffe ich das (er lacht). Wichtig ist, dass du dir immer sagst, dass du als Single nicht weniger Wert bist als andere. Du bist genauso Mensch und liebenswert wie alle um dich herum.“ fügt Paul an.
Paul´s Standpunkt über den gesellschaftlichen Druck, den man sich letztlich nur selbst auferlegt ist entscheidend. Dagegen kann man ankämpfen, man sollte sich nur nicht unterkriegen lassen. Auch der zweite Paul den ich treffe - Paul Hallem - denkst ebenso. Er ist ein Jahr älter als Paul Brown und sieht keinen Grund darin sich zu etwas zu zwingen: „Warum sollte sich jemand in eine Partnerschaft drängen und nur ein Teil des Paares sein, wenn es ihm alleine doch viel besser geht. Nicht alle genießen es in einer Beziehung zu leben, Single sein hat als schwuler Mann auch seine Vorteile.“
Er schaut mich fragend an und fährt fort: „Ich bin in einigen langjährigen Beziehungen gewesen. Nicht immer waren es monogame Beziehungen - Einmal kamen unsere Erfreuende dazwischen, ein anderes Mal war es nichts Festes, aber auch nichts Offenes. Einige, die ich nicht nur als Freundschaften bezeichnen möchte, sind geblieben und neue entstehen weiterhin. Das Single sein wird immer noch als trauriger, unerwünschter Zustand gesehen - vielleicht ist das für einige auch der Fall, aber es ist nicht unbedingt so.“Mit dem Alter kommt die Unabhängigkeit und die Anerkennung von dem, was man im Leben will und benötigt. Vielleicht haben wir im Laufe der Jahre das ein oder andere inakzeptable Verhalten von einem Partner toleriert, aber das wird wenn wir älter werden immer unwahrscheinlicher. Wir wachsen und verstehen uns zu respektieren. Collin Kelley, ein 46 jähriger Dichter, glaubt, dass dies entscheidend ist.
„Ich bin hoffnungsvoll, dass ich jemanden finde“ sagt er „aber je älter ich werde, desto weniger bin ich selbst bereit Kompromisse einzugehen. Auch kann ich mir nicht vorstellen, mich für jemanden aufzugeben, nur weil er nicht mehr allein sein möchte. Wenn also kein Date zustande kommt bei dem es funkt, habe ich keine Angst auch weiterhin allein zu sein.“Wunderbare, spannende Dinge können noch passieren, solange man auf neue Menschen trifft und für neue Erfahrungen offen bleibt. „Ich habe nie erwartet mit 54 einen neuen und viel jüngeren Partner zu treffen,“ erzählt Jonathan Loudon. „Es war eigentlich intensiv und überraschend für mich, mich neu zu verlieben und all diese schwindligen Gefühle in meinen Mitfünfzigern zu haben. Jetzt, wo es vorbei ist, frage ich mich ob sich die Situation wiederholen könnte und habe das Gefühl: Na ja, auch wenn es sich nie wieder wiederholt, die letzte war gut und ich habe sie genossen.“Was sind eure Erfahrungen? Ist es nie zu spät, die Liebe im Alter zu finden? Lasst eure Kommentaren da und teilt eure Geschichten mit uns.Das könnte dich auch interessieren:
Das Dating-Spiel: Wie lange kommt man ohne aus...Single sein - Was heißt das für einen schwulen Mann heute?Mein Herz schlägt für (einen) DaddyHaben schwule Männer Angst vor Monogamie?Benefriends - Freunde mit gewissen Vorzügen...

schwuler-nordstern
schwuler-nordstern Nachdem ich auch vor 2 Jahren die magische "50" überschritten habe, merke ich, dass die Suche nach dem Partner für die zweite Lebenshälfte zunehmend schwieriger wird. Zwar bekomme ich immer wieder Angebote von meist sogar jungen Kerlen für ein geiles Date ("Hallo, bin der Mario und hab Bock auf Mehr… einen Fick mit einem Mann mit Erfahrung, Bauch und Brille"), aber das sind doch eher "Eintagsfliegen". Und ich habe mich mit meinem Leben als Single eingerichtet und das ist nun wirklich kein Jammertal. In meinen Träumen stelle ich mir gerne vor, wie sich das gemeinsame Leben mit einem Mann an meiner Seite gestalten ließe, aber ich ertappe mich auch immer wieder dabei, wie mit steigendem Lebensalter auch meine Ansprüche steigen. Und das ist eher ein schleichender Prozess. Mich wieder auf einen anderen Mann einzulassen bedeutet ja auch, dass ich einen Teil meines liebgewonnenen Lebens aufgeben müsste und dazu bin ich, ganz ehrlich, nur bedingt bereit.
Gefällt mir · 21.04.2016 6:52:18
schwuler-nordstern
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  • 18.04.2016 8:26:48
  • Mann (55)
  • Wildau
  • Single
Würdest du einen Bi-Mann daten?

Ok, die Frage kann man eigentlich nur einem schwulen Mann stellen - Gay.de Autor Alex Hopkins macht den Versuch und teilt seine Erfahrungen mit euch. Er erforscht einige der Mythen rund um eine Date mit einen bisexuellen Mann und fragt - auch die Bisexuellen unter euch - ob es wirklich so ist, wie Mehr… er es erlebt hat…
Während meiner Kindheit schien mein Vater homosexuelle Menschen nicht sehr gerne zu mögen und um ehrlich zu sein, ich glaube nicht, dass er überhaupt welche kannte. Er kannte nur, was er im Fernsehen sah und ich kann mich noch gut an die zahlreichen Gelegenheiten erinnern, in denen ein offensichtlich schwuler TV-Star zu sehen war und mein Vater bemerket, dass er „ein Schwuler“ oder ein „Schwuchtel" ist. Meistens reagierte eher eher kindisch und kicherte. Seine größten Lacher waren jedoch nicht in Richtung schwule Männer gerichtet, sondern zielten eher auf bisexuelle Männer ab. Wenn ein alter Rock Hudson Film gezeigt wurde, zuckte der mit den Achseln und sagte: „Ach ja, er war ein seltsamer, er mochte Männer und Frauen.“ Die Situation war eindeutig. Hier war ein Mann, der sich nicht entscheiden konnte was er will: „Ich würde mehr Respekt für ihn haben, wenn er nur Männer vögeln würde“, fügte er hinzu - und ich fiel vom Stuhl.
Sich bedroht fühlen
Die Haltung meines Vaters gegenüber Bisexualität ist - glaube ich - weit verbreitet und beruht auf einem Mangel an Verständnis und Verwirrung. Bisexualität lässt eine einfache Kategorisierung nicht zu und meidet die klar definierten Etiketten von „Schwul“ und „Hetero“, die es normalerweise ermöglichen, dass Menschen sich sicherer fühlen. Er ist der Meinung, dass Bisexualität so konstant ist, wie das wechselnde Wetter. In meines Vaters Innenwelt bedeutet das, dass er Bisexuellen nicht traute.
Als ich anfing Sex mit anderen Männern zu haben - die Worte meines Vaters liegen noch immer in meinen Ohren - vermied ich den Kontakt zu bisexuelle Männern. Wahrscheinlich hatte ein Teil von mir Angst, dass sie mit einer Frau weglaufen würden. Ich argumentierte immer damit, dass es schon schwer genug war, einen Typ zu finden und zu halten. Ich redete mir ein, so meine Chancen, mich vor einer Katastrophe zu schützen zu verdoppeln, falls einer doch mal mit einer Frau durchbrennen möchte.
Mittlerweile schäme ich mich zugeben zu müssen, dass mein Selbstwertgefühl so zerbrechlich war, aber ich war erst Mitte 20.Ich erinnere mich daran, dass ich einmal einen bisexuellen Amerikaner in London traf und ihn zu einer Party im Haus meiner Eltern einlud, während sie weg waren. Innerhalb einer halben Stunde nach seinen Ankunft, war er unverschämt am Flirten - mit einer hetero Freundin von mir. Ich hatte nichts davon. Also nahm ich ihn am Arm und zog ihn aus dem Zimmer raus.
„Wir gehen nach oben!“, sagte ich, und schmiss meiner Freundin einen grimmigen Blick zu, der sagte, „Halte dich fern von ihm!“
Am nächsten Morgen, trotz meiner zügellosen nächtlichen Bemühungen ihn zu befriedigen, war er wieder am Flirten mit meiner (bald Ex-) Freundin. „Ich denke, es ist bald Zeit das du gehst.“
Einfach gierigDer unverbesserliche Mythos über Bisexuelle ist, dass sie eigentlich einfach nur „gierig“ sind. Und das ihre „Promiskuität“ keine Grenzen kennt.
Meiner Erfahrung nach, ist diese die allgemeine Wahrnehmung von schwule Männern. Um eine enge Freundin von mir, die sich als bisexuell bezeichnet, zu zitieren: „Menschen sind untreu, weil es Teil ihrer Persönlichkeit ist, nicht wegen ihre sexuelle Orientierung.“
Zudem gibt es einen Arte Frauenfeindlichkeit in meiner „Gier“-Theorie. Ich habe den Überblick über der Zahl schwuler Männer verloren, die abwertende Bemerkungen über weibliche Genitalien gemacht haben und die allein vom Gedanken an Sex mit einer Frau angewidert sind. Dennoch gibt es auch schwule Männer, die sexuell vom Typ Heteromann angezogen werden.
Mein persönliches Fazit ist: Bisexualität ist eine Spielart von Vielen. Ein Teil eines breiten sexuellen Spektrums, das man nicht beurteilen sondern genießen sollte.
Trendig?Es gibt keinen Zweifel daran: Bisexuelle haben eine schlechte Presse. Bisexualität wird oft als ein trendiges Hobby gesehen – eine Form des „sexuellen Chic“ - vor allem unter Popstars. Die Aufmerksamkeit in der Presse ist weitgehend herablassend und konzentriert sich zweidimensional auf Promi-Klatsch. Wenn eine Berühmtheit sich als bisexuell outet, wird in den Medien eine Erklärung des neuen „homosexuellen“ Seins. Zahlreiche Sternchen haben sich in letzter Zeit über ihre Bisexualität geäußert und es ist vielleicht zynisch, aber sie nutzen ihr neues Coming-Out, um sich ins Gespräch zu bringen.
Herausforderungen15 Jahre nach meiner Ablehnung des bisexuellen Amerikaners und in Erinnerung an diese beschämende Nacht, frage ich mich: Würde ich mit einen bisexuellen Mann ausgehen? Meine Antwort: Ja, warum nicht?
Im Laufe der Jahre habe ich es schätzen gelernt, dass Sexualität fließend ist. Der unvorhersehbare (und oft unerträgliche) Wunsch ist da, um angenommen und genossen zu werden. Durch die Begegnung mit Menschen, die unterschiedlichen sexuellen Geschichten erlebt haben, lernen wir und wachsen – sowohl sexuell als auch emotional.
Sicherlich sind das Wichtigste in einer Beziehung die Erfahrungen, die man miteinander teilt. Es geht darum in diesen Momenten mit Offenheit und Ehrlichkeit zu leben, und deinen Partner nicht auf der Grundlage zu beurteilen, mit wem er früher mal aus und zusammen war – oder mit wem er es in Zukunft sein wird. Sondern, wie er sich mit dir verhält.Das könnte dich interessieren:
Tötet zu viel Sex die Intimität?Die Suche nach Mr. Right - Wann weißt du, dass er der Richtige ist? Fremdgehen - Wie weit darf Mann gehen?

schwuler-nordstern
schwuler-nordstern Ich hatte immer wieder Dates und auch eine längere Affäre mit einem Bi-Mann. Bei den Dates war es eher so, dass die Bi-Männer ganz bestimmte Wünsche oder Vorstellungen hatten, was den Sex angeht: gemeinsames oder gegenseitiges Wichsen, Blasen, fummeln....Analsex war da nicht so gefragt.
Meine Mehr… längere Affäre war verheiratet, hatte 3 Kinder, Hund, Haus und Garten. Ich war damals Single. Unsere Treffen wurden entweder von langer Hand geplant ("Meine Frau fährt mit den Kindern am Samstag nachmittag zu den Großeltern") oder fanden so spontan statt, dass ich mir manchmal wie ein Callboy vorkam. Und im Zweifelsfall entschied sich der Bi-Mann IMMER für seine Familie, wie an den Feiertagen, langen Wochenenden, Urlaub, Geburtstag u.ä. Bei uns stand immer der Sex im Focus, gemeinsame Unternehmungen oder gar Urlaube gab es nicht.
Gefällt mir · 18.04.2016 8:26:48
schwuler-nordstern
icon-wio schwuler-nordstern hat den Artikel kommentiert
  • 15.04.2016 8:57:19
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  • Single
Das sind nicht 20 cm...

M, L, XL oder gar XXL - in vielen Profilen wird damit geworben. Doch was ist dran? Ist die Größe wirklich entscheidend für das nächste Date? Oder sind ein Facepic im Profil und ein ansprechender Proflitext ausschlaggebend? Möchtet ihr wirklich etwas über euren Gegenüber erfahren - oder reicht ein Mehr… Schwanzpic als DAS Argument für das nächste Date?
"An der Nase des Mannes, erkennt man seinen Johannes."
Uns Schwulen wird oft nachgesagt, dass wir oberflächlich und meist triebgesteuert sind. Ein Date ist einen willkommene Abwechslung und endet häufig mit einem One-Night-Stand. Vorurteil oder doch die Realität - Was ist dran?
Auf Gay.de bieten wir euch verschiedenen Wege miteinander in Kontakt zu treten. Ob übers Profil, beim flirten im Speed Dating, oder bei einem Interessenaustausch im Forum. Auch einem netten Chat steht nichts im Wege - und für die Direkten unter euch, geht das sogar per Cam2Cam. ;-)
Aber was meint ihr? Wie verhaltet ihr euch, wenn ihr auf der Suche nach einem Date seid? Welche Kriterien sind wichtig und wonach wählt ihr eurer nächstes Date?
Reicht ein netter Chat oder sind allein die Bilder ausschlaggebend? Und wenn, welche Bilder sind es? Ein Gesicht, ein Bodypic oder doch eher das Bild unterhalb der Gürtellinie?
Fragen über Fragen, verbunden mit ein wenig Neugier.
Und natürlich: Sendet ihr eure XX-Pics gleich mit oder ist das ein absolutes No-Go für euch?
Gerne möchte ich mir ein Bild davon machen, wie ihr mit anderen Usern in Kontakt tretet. Natürlich im Hinblick darauf, welche Funktionen wir für euch verbessern und (weiter-) entwickeln müssen.
Ich freu mich auf eure Antworten. Für alle, die gerne anonym ein Statement abgeben möchten, bin ich unter roney@gay.de erreichbar.
Liebe Grüße in die Runde,
euer Roney - Commnity Manager Gay.de

schwuler-nordstern
schwuler-nordstern Die Schwanzlänge ist für mich in erster Linie nur eine optische Sache und auf keinen Fall automatisch eine Garantie für guten Sex.
Wenn ich einen Mann mit einem großen, schlaffen Penis sehe (z.B. in der Sauna oder am FKK-See), schaue ich schon gerne hin.
Beim Sex ist die Schwanzlänge eher Mehr… zweitrangig, da kommt es auf andere Dinge an: Geruch, Geschmack usw. Guter Sex ist für mich, wenn alle meine Sinne befriedigt und glücklich sind.....
Und ich nehme grundsätzlich kein Maßband zum Date/Sex mit....
Gefällt mir · 15.04.2016 8:57:19
schwuler-nordstern
icon-wio schwuler-nordstern hat den Artikel kommentiert
  • 15.04.2016 8:29:11
  • Mann (55)
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  • Single
Schwule wollen doch gar keine Beziehung! Sie wollen nur Sex!

Wie in Berlin die erste Beziehungspraxis für Männer, die Männer lieben eröffnete und warum dies, in dieser Stadt notwendig ist.
Die Stadt hat einen schwulen “Chef”, eine der größten CSD Paraden Deutschland und gilt als die Hochburg für Schwule und Lesben in ganz Europa, Berlin. Hier geht es offen, Mehr… tolerant und freizügig zu, also warum soll es eine Beratungspraxis nur für Schwule geben? “Die können doch überall hin! Und sind es.”: hörte sich der junge Berliner Conny Warmuth nicht nur einmal an. Er hat in Berlin eine Praxis für Beziehungsberatung für Männer eröffnet, die Männer lieben. Die erste ihrer Art in Deutschland.
Hier werden gebrochene Herzen geheilt, Beziehungen zusammengehalten, aber auch gelöst oder ergänzt. “Berlin ist recht tolerant, dennoch gibt es leider trotz aller Fortschritte Ablehnung und Diskriminierung. Angefangen in der Schule, über Arbeit aber auch die breite Masse und sogar unter Therapeuten, Coaches oder Ärzte” sagt der Beziehungscoach nachdenklich. “Als ich den Spruch “Schwule wollen doch gar keine Beziehung, die wollen doch nur Sex!” eines Therapeuten hörte, wurde auch mir, der sich schon seit Jahren in der Szene aufhielt, klar, dass es nicht unbedingt leichter geworden ist wenn man Unterstützung mit seinem Partner sucht. Und da ich schon eine breite Masse an Klienten hatte die Schwul oder Bisexuell waren, haben ich mich auf diese konzentriert.”
“Viele Themen und Fragen sind die gleichen wie in der klassischen Beratung von Paaren auch. Sie sind nur anders eingefärbt und es gibt Besonderheiten die ohne Abwertung angesprochen werden können. Treue, Lust, Ängste, Krankheiten, Mobbing und der normale Wahnsinn des Alltags. Ich führe dieses Leben selbst und habe somit einen anderen Blick auf die Probleme die ein schwuler Mann haben kann. Egal ob nun mit oder ohne Beziehung. Viele finden bei mir das erste Mal den Raum sich Gefühle, Probleme aber auch Wünsche und Vorteile einzugestehen, da es mir eben nicht egal ist oder es gar als krank ansehe wenn Menschen fühlen und Leben.”
Eine Anlaufstelle bei Missbrauch oder homophober Gewalt ist das Projekt MANEO, welches seit über 20 Jahren in Berlin Hilfe und Unterstützung anbietet aber auch Vor-Ort und Aufklärungsarbeit leistet. MANEO ist auch die Anlaufstellen wenn es um Übergriffe und Hasstaten auf schwule und bisexuelle Männer geht. Und die Zahlen fallen leider nicht, von Jahr zu Jahr werden mehr Taten gemeldet und bearbeitet. “Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher liegen”: so der Projektleiter Bastian Finke.
Bei Problemen in schwulen Beziehungen kann man nicht immer auf die Unterstützung von Familie und Kollegen hoffen. Eher noch auf die von Freunden, aber da diese meist nicht neutral sind, ist guter Rat oft teuer und eine Beziehung wird schneller beendet als vielleicht notwendig. Und dann geht die Suche von neuem los. “Schwule haben es nicht gelernt eine Beziehung zu andern Männern aufzubauen. Wir werden heterosexuell erzogen, die Gesellschaft und Medien leben uns klassische Formen der Beziehung vor, wir werden mit dem Gedanken groß das es nicht normal ist als Mann, Männer zu lieben. Es fehlen Beziehungsriten und Objekte wie Ehe, Kinder und Akzeptanz der Liebe, dies macht es so schwer offen zuzugeben das man gerade ein Problem hat. Als Mann hat man einfach kein Problem mit der Liebe oder sich selbst. So werden wir nicht erzogen und dies lässt einen auch nach Jahren immer wieder leiden. Unabhängig von Ängsten wie wir dastehen wir uns Outen, Beschimpfungen und Vorwürfen.”: meint er energisch.
Conny Warmuth hat einen geschützten Raum geschaffen wo man sich professionell helfen lassen kann wenn man nicht weiter weiß. Als Mann, als Schwuler, als Mensch. In einer Stadt die alles versucht nach außen noch offener und vielfältiger zu erscheinen und vergisst das in all der Vielfältigkeit der Einzelne nicht untergehen darf.

schwuler-nordstern
schwuler-nordstern Ich bin schon von der Überschrift des Artikels amüsiert: Vielleicht kann man sich ja auch Folgendes vorstellen: Schwule, die in einer festen Beziehung leben, haben auch Sex. Und jetzt kommt das Unfassbare. Sie haben Sex mit ihrem Partner!! Und es kommt noch schlimmer: Sie wollen es gar nicht anders.......
"Liebe ist, wenn Treue Spass macht!"
Ja, ja.....die Schwulen wollen immer nur Sex..... Ich bin schon von der Überschrift des Artikels amüsiert: Vielleicht kann man sich ja auch Folgendes vorstellen: Schwule, die in einer festen Beziehung leben, haben auch Sex. Und jetzt kommt das Unfassbare. Sie haben Sex mit ihrem Partner!! Und es kommt noch schlimmer: Sie wollen es gar nicht anders.......
"Liebe ist, wenn Treue Spass macht!"
Ja, ja.....die Schwulen wollen immer nur Sex.....
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schwuler-nordstern
icon-wio schwuler-nordstern hat den Artikel kommentiert
  • 15.04.2016 8:01:00
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Religion und Homophobie vs. Homosexualität und Glaube

Wir leben in einer Welt, in der wir immer wieder homophoben Anfeindungen begegnen. Homophobie wird dabei meist mit dem eigenen Glauben und der verbundenen Religion begründet.
Hass gegenüber Homosexuellen kann man aber nicht ignorieren - Das wollen wir auch nicht. Daher stellt Gay.de Autor Alex die Mehr… Frage: „Wie kann man Religion und sexuelle Orientierung vereinen und welche Auswirkungen haben homophobe Denkweisen und Haltung auf unser Wohlbefinden?
Patrick Joseph McNelis Erfahrungen mit der katholischen Kirche sind sicher einigen schwulen Männern bekannt. Als Kind nahm er jeden Sonntag an der Messe teil und wurde Messdiener. Ein normaler Junge mit einer sehr religiösen Muter einfach.„Religion hat mich gelehrt, ein guter Mensch zu sein und Moral zu haben. Menschen zu respektieren, hat mich das Gebet gelehrt.“, erzählt er mir. Dann macht er eine Pause: „Die Zeit hat mir aber auch gelehrt, Scham und Schuld zu empfinden. Mein Schwulsein war eine Sünde. Es war alles Sünde - das musste ich beichten.“
Religion spaltet die Menschen. Anderssein erregt Ärger und fördert Hass.
Als Erwachsener hat sich Patrick – wie viele schwule Männer – immer weiter von seiner Religion entfernt. Heute ist er offener - zu sich und zu seinen Gefühlen: „Religion spaltet die Menschen. Anderssein erregt Ärger und fördert Hass.“Aber der eigenen Religion zu entkommen, ist nicht so einfach. Kaum eine Woche vergeht ohne Schlagzeilen über fromme Kommentare und Geschehnisse innerhalb von Kirche, Glaube und Religion. Meist sind es radikale Gruppen, die über LGBT-Menschen richten, aber auch der „Nachbar von nebenan“ vergreift sich oft in Ton und Aktion. Denken wir nur an die Evangelische oder Katholische Kirche - Die einen zeigen sich tolerant, die anderen leben im Mittelalter. Und die Diskussion über Homosexualität spaltet immer wieder die eigenen Reihen.
LSBTIQ* plagen Selbstzweifel
Es sind vielleicht nur oberflächliche Denkweisen, aber LSBTIQ* empfinden sie als zunehmend, lächerliche Einstellungen von extremen religiösen Gruppen. Wir können nur darüber Lachen, wenn mal wieder behauptet wird, dass WIR - Homosexuelle - Schuld an extremen Wetterlagen, Armut und Gewalt sind. Für einige unter uns hat diese zunehmende Feindlichkeit - die oft in Hass übergeht - aber auch weitreichendere Folgen: Selbstzweifel und ein abnehmendes Wohlbefinden. Oder kennt ihr das nicht?Patrick hat keine Zweifel über die Macht von religiösen Äußerungen wie diesen. „Sie sind die Hauptursache für die psychischen Probleme, die Menschen der LSBTIQ*-Community beschäftigen“, sagt er und fügt hinzu: „[…] dass homosexuelle Suizide und Suchtfragen, wie zum Beispiel das Chem-Sex Phänom, in einem direkten Zusammenhang mit eben sollen Aussagen stehen können.“.
Die Liebe VOR dem Altar
Christopher Higgins, 42, weiß mehr darüber zu berichten, wie Religion arbeitet und funktioniert. Er absolvierte eine siebenjährige Ausbildung bei einem katholischen Priester in Rom - damals war er 18 und noch unvoreingenommen. Am Ende seiner Ausbildung und kurz vor seiner Ordination traf er seinen langfristigen Partner. Erst nach seiner Ordination hat er entscheiden, das Priestertum zu verlassen und in einer Beziehung zu Leben. Dies führte zu viel Streit um seine Person und eine öffentlich homophobe Gegenreaktion, in der katholischen Wochenzeitschrift The Tablet, in der Leserbriefe beklagten, was für schreckliche Sünder er und sein Partner seien.
Christopher folgt seiner „gelernten“ Religion nicht mehr, aber bezeichnet sich immer noch als römisch-katholisch: „Alte Wunden sind verheilt und die Erfahrungen, die ich gesammelt habe, haben eine Art Schutzschicht um das gebildet, worum ich mir früher nie Gedanken gemacht habe. Ich höre aufmerksam zu, was die Kirche in Fragen zur Sexualität zu sagen hat, aber ich lebe mein Leben, wie ich und mein Partner für richtig halten.“
Intoleranz und Hass mit Trauer und Wut begegnen
Wenn er von religiösen Personen konfrontiert wird, die Intoleranz und eklatante Hass predigen, ist Christopher erste Reaktion Trauer und dann Wut: „Ich bin einfach nur traurig, denn ich denken, dass diese Leute es falsch sehen. Eine Religion und in diesem Fall meine ich das Christentum, die an einen Gott glaubt der diese schöne Welt geschaffen hat, schickte seinen Sohn um uns von der Sünde zu retten, starb qualvoll für unsere Sünden, wurde begraben und ist dann drei Tage später wieder auferstanden – und doch konzentrieren sie sich auf mit wem ich schlafe.“Einen Moment Inne und er fährt fort: „Eine Menge von dem, was als Lehre der Kirche oder religiöser Glauben bezeichnet wird, ist es nicht. Man könnte es mit dem wettern von rechtsextremen Konservativen oder gar Fundamentalist vergleichen – Jeder verbreitet seine „Interpretation“, um ihre eigene Weltsicht zu rechtfertigen. Versuche ich hier zu sagen, dass die katholische Kirche ein Opfer von Missverständnissen ist und das sie eigentlich Homosexuelle liebt? Nein, überhaupt nicht – aber sie ist nicht die extremste unter den homophoben Gegnern der LGBT-Bewegung. Schaut mal in andere Weltreligionen…“.Christopher kommt zu dem Schluss, dass extreme Meinungsbildung auch immer eine schädliche psychologische Auswirkung hat: „Gesagt zu bekommen, dass man nicht lebenswert ist oder noch schlimmer, dass man in die Hölle gehört, ist zugleich angsteinflößend als auch geisttötend.“Wie viele homosexuelle Menschen hat auch der 54-jährige Simon-Peter Trimarco erst im Erwachsenenalter Erfahrung mit Religion aus zweiter und dritter Hand gemacht. Zum einen durch die Medien – insbesondere Social Media - also Facebook, GooglePlus und Co., aber auch durch einige Face-to-Face Kontakte mit Menschen mit denen er arbeitet oder aus seinem sozialen Umfeld. „Die Menschen wählen ihre Religion unabhängig von ihrer Kultur oder einem sozialen Hintergrund. Jeder hat die Wahl zu glauben, was auch immer er möchte.“, sagt er. „Und für mich bedeutet das, dass während man vollkommen dem Glauben ‘verfallen ist‘, man nicht berechtigt ist, dafür „Respekt“ zu ernten. Die Idee den ‚Glaube anderer Menschen’ zu respektieren ist völlig lächerlich. Der Glaube sollte in Frage gestellt werden.“Seiner Aussage nach, ist er immer wieder irritiert, wenn er religiösen Hass gegenüber Homosexuellen in den Medien begegnet. Ihm fehlt das Maß an Respekt gegenüber anderen Menschen. „Die Leute, die mit ihrem pseudo-liberalen Getue dazu beitragen, machen mich rasend. Aber um fair zu sein, komme ich selten mit dieser abscheulichen christlich-fudamentalistischen Homophobie in Berührung. Häufiger begegne ich der wirklich gefährlichen und mörderischen Anti-Homo-Stimmung von Muslimen. Meiner Meinung nach, ist diese weit mehr verbreitet, wird aber seltener diskutiert, da wir in einer christlichen Welt leben- Der Islam ist aber auch bei uns angekommen.“Welche Beziehung es zwischen Religion und Homosexualität gibt und zu welchem selbstzerstörerischen Verhalten das möglicherweise führen kann, frage ich Simon: „Tief verwurzelte Scham und Selbsthass kommen bei fast allen Gläubigen vor. Der einzige Weg davon loszukommen, ist der Religion, die einem eigentlich Halt geben soll zu entsagen und sich von ihr abzuwenden. Gott - ich hasse dieses Wort - hätte das definitiv nicht gewollt.“. Weiter sagt er: „Ein Kind nach einer Religion zu erziehen, ohne die Möglichkeit der Wahl zu bieten ist einfach veraltet und bevormundend. Jeder kennt die Bilder von vier und fünf Jahre alten buddhistischen Mönchen in Tibet, die nur ihren Familien zu liebe diesem religiösen Leben ausgesetzt werden. Eine Form von Missbrauch, meiner Meinung nach, doch die Menschen finden die kleinen Tibeter einfach nur niedlich. Ihre großen Augen, ihre bunten Gewänder und ihre Ringe und Glocken.“.
Die Kirche muss davon abkommen, Schwulsein mit Pädophilie gleich zu setzen
Doch Christopher argumentiert auch, dass das Streben nach Toleranz in beide Richtungen gehen sollte und behauptet, dass er mehr Hass und eingefahrene Meinungen innerhalb der schwule Gemeinschaft erlebt hat. Vor allem weil er selbst katholisch ist. Wi kann mach auch schwul sein und einer Kirche angehören… ?!?„Was stattfinden sollte, ist ein erwachsener Dialog von beiden Seiten.“, gibt er zu bedenken. „Die Kirche muss davon abkommen Schwulsein mit Pädophilie gleich zu setzen. Vor allem aber in den eigenen Reihen für Ordnung4 sorgen und aufklären. Es kann nicht sein, dass Priester Kinder missbrauchen, aber ungeschoren davon kommen, Schwule aber weiterhin verfolgt werden. Innerhalb der Kirche sind etliche hohe Ämter von schwulen Männern besetzt, auch wenn sie immer noch im Versteck leben. Warum sie nicht den Schritt ins 21. Jahrhundert wagen, weiß ich nicht.“.Weiterführende Linke zum Thema: Religion und Homosexualität im Islam - ein vermeintlicher Widerspruch - Heinrich-Böll-StiftungHomophobie im Islam - „Das hat nichts mit Religion zu tun" - Taz.deHomosexualität und Religion - Wikipedia

schwuler-nordstern
schwuler-nordstern Ich selbst würde mich als gläubigen Christen bezeichnen, der von Kindesbeinen an in einer evangelischen Gemeinde aufgewachsen ist. Als ich mit etwa 11 Jahren merkte, dass ich schwul bin, wurde es kompliziert. Anfang der 1980er Jahre hörte ich, wie ein Pfarrer im Gottesdienst folgenden Satz Mehr… predigte: "Homosexualität kommt in Gottes Ordnung und Schöpfung nicht vor!". Ich war so geschockt, dass ich mich immer mehr von der Gemeinde entfernte und erste Erfahrungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung machte. Es sollten nicht die letzten bleiben.
Mittlerweile glaube ich, dass Gott mich so geschaffen hat, wie ich bin. Somit ist für mich klar: Homosexualität kommt sehr wohl in Gottes Ordnung und Schöpfung vor. Ich bin ein lebendes Beispiel dafür. Die Ansicht vieler Christen, ich müsste mein Schwulsein bekämpfen, mich also "umpolen" lassen, teile ich nicht.
Wer die Haltung der Kirche zur Homosexualität darstellen will, muss sehr gut recherchieren und wird schnell feststellen, dass es sehr viele Meinungen gibt. Es gibt einige Glaubensgemeinschaften innerhalb der christlichen Kirchen, die homosexuellen Menschen gegenüber sehr offen sind und sie nicht "verdammen". Beispielhaft nenne ich hier die altkatholische Kirche.
In meiner evangelischen Gemeinde innerhalb der EKBO (Evangelische Kirche Brandenburg und schlesische Oberlausitz) fühle ich mich sehr wohl und angenommen. Viele wissen, dass ich schwul bin. Soeben hat die Landessynode beschlossen, dass gleichgeschlechtliche Paare, die eine eingetragene Lebenspartnerschaft begründet haben, kirchlich getraut werden können. Na endlich!
Gefällt mir · 15.04.2016 8:01:00

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